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Weissküferei

Wie all die anderen herrlichen Dinge im reichhaltigen Sennenalltag, entstanden auch die reichverzierten Weissküfersachen meist zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Appenzellische Weissküferei
Immer mehr begann sich der umsichgreifende Wohlstand und das daraus resultierende Standesbewusstsein der Sennen und der Bauernsame auf die Verzierung und die reichhaltige Machart alltäglicher Gebrauchsgegenstände auszuwirken. Der Sinn für das Schöne hielt auch im Sennsattlerhandwerk und in der eigentümlichen Senntumsmalerei unvermittelt Einzug. Besonders die kunstbeflissenen Küfer aus dem Toggenburg und dem benachbarten Werdenberg verstanden es, ihre bislang eher schlichten hölzernen Sennengegenstände mit allerlei geschnitzten Motiven zu verschönern.

Appenzellischer Schnitzstil

Was den Toggenburger Weissküfern recht war, war den handwerklich nicht minder geschickten Appenzellern billig. Sie übernahmen mit Erfolg die Fertigung der «tännigen, buechigen und ahörnigen»

Reichhaltiges Angebot aus der Weissküfer- und Drechslerwerkstatt

Selbstverständlich sind nicht nur die Original-Sennen-Gerätschaften, wie sie allenthalben auf den prachtvollen «Ledi» mitgeführt werden, im Angebot. Immer mehr Gegenstände «des gehobenen Souvenirhandels» fanden Eingang ins vielfältige Angebot der Weissküferei und Drechslerei. Aparte Miniaturen aus dem Bauernalltag, Melkeimer in allen Grössen, Melkstühle in «echt appenzellischen» Ausmassen und Blumen-Wettsteinfässer, dem ehemaligen Zweck entfremdet, entwickelten sich zu gesuchten Artikeln des Andenken- und Zierratgeschäftes.
Wir bemühen uns, diese Tradition weiter zu pflegen. Aus speziell ausgesuchtem Fichten-, Ahorn- und Arvenholz werden die Gerätschaften hergestellt. Natürlich werden heute Maschinen eingesetzt, die ein schnelleres und rationelleres Arbeiten ermöglichen. Sämtliche Schnitzereien und Verzierungen sind reine Handarbeit.

Kontakt

Weissküferei und Drechslerei
Hans Mösli
Rietli 727
9056 Gais
www.weisskueferei-moesli.ch